Neubau Wasserfassung Saloppe, Dresden

Lage
Freistaat Sachsen, Landeshauptstadt Dresden, rechtes Elbufer zwischen „Blauem Wunder“ und Waldschlößchenbrücke
Bauherr
SachsenNetze GmbH
Leistungen

HOAI § 43 Objektplanung, LPh 1-9,
HOAI § 55 Technische Ausrüstung, LPh 1-9,
Örtliche Bauüberwachung,
Landschaftspflegerischer Begleitplan,
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag,
FFH-Erheblichkeitsabschätzung,
Ökologische Baubegleitung

Fachbereich
Infrastruktur
Planungsteam

Herr Martin Ruppert (Projektleiter)
Herr Dr. Sebastian Paufler
Frau Thea Menzel
Frau Kristina Schulze
Herr Moritz Männig
Herr Dr. Gerold Bürger
Frau Madlen Partzsch
Frau Juliane Werner

Planungszeitraum
08/2018 bis 03/2020
Planerhonorar
ca. 600.000 EUR netto
Veranlassung

Das ehemalige Wasserwerk Saloppe befindet sich im Norden der Landeshauptstadt Dresden. Es wurde 1874 erbaut und ist seit 2012 außer Betrieb.
Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Produktion verschiedener großer industrieller Arbeitgeber in diesem Gebiet werden im Auftrag der SachsenNetze GmbH Maßnahmen zur Neuerrichtung/Anpassung/Verstärkung der äußeren Erschließung des Standortes mit Brauchwasser (Uferfiltrat der Elbe) erforderlich. Eine zusätzliche Wasserversorgung für den Dresdner Nordraum entlastet die in Dürrezeiten angespannte Trinkwasserversorgung und ist ein wichtiger Baustein, um industrielle Neuansiedlungen und Erweiterungen im Raum Dresden zu ermöglichen.

Zielstellung

Die Erschließung/Verstärkung der Wasserversorgung soll über Uferfiltrat der Elbe sichergestellt werden. Dafür ist es erforderlich, dass die Pumpen im 24-Stunden-7-Tage-Betrieb laufen, auch bei Hochwasser bis Überstauhöhen von 5 m über den Schachtabdeckungen der Brunnenstuben. Im Endzustand soll die Wasserfassung eine maximale Fördermenge bis 900 m³/h abdecken.
Die Baumaßnahme obliegt der Einhaltung denkmal-, natur-, und wasserschutzrechtlicher Randbedingungen (Arbeiten im LSG, FFH-Schutzgebiet, Überschwemmungsgebiet der Elbe, denkmalschutzrechtlich sensible Umgebung), insbesondere der Berücksichtigung von Vorgaben zum Hochwasserschutz.

Planungsleistung
  • Ausarbeitung der Zuwegung in natur- und denkmalschutzrechtlich sensiblen Bereichen für Bohrfahrzeug beim Abteufen der Brunnen, Bohrdurchmesser DN 1200
  • Entwurf von 15 Brunnenstuben und 2 Molchschleusen, Schwerpunkt Hochwassersicherheit
  • Entwurf der Sammelleitung zwischen den 15 Brunnen, Gesamtlänge 1,0 km
  • Tief- und Rohrleitungsbau
  • Technische Ausrüstung in den Bauwerken (Druckstoßdämpfungskessel, Durchflussmessung etc.)
  • Kabel- und EMSR-Arbeiten
  • Planung Rückbau von 23 Brunnenschächten und einer Sickerleitung DN450-DN650, Gesamtlänge 1,5 km